Vitamine C beim Meerschweinchen

Meerschweinchen können ihr Vitamin C nicht selbst produzieren. Deshalb müssen sie diesen Nährstoff über die Nahrung aufnehmen.

Körner

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass handelsübliches pelletiertes Futter speziell für Meerschweinchen geeignet ist und Vitamin C enthält. Sie können die Zusammensetzung der Nahrung immer auf der Rückseite der Packung überprüfen. Es ist auch wichtig, auf das Verpackungsdatum zu achten und die Pellets alle sechs Monate zu ersetzen, da Vitamin C mit der Zeit abgebaut wird. Schließlich ist es wichtig, daran zu denken, dass Pellets in moderater Menge gegeben werden sollten, mit maximal einem Esslöffel pro Tag und Tier. Es gibt andere gesündere Quellen für Vitamin C.

Empfohlenes frisches Gemüse

Einige Gemüsesorten sind von Natur aus reich an Vitamin C. Der Sieger ist ohne Zweifel die rote Paprika: nur 15g pro Tag genügen, um den Tagesbedarf des Meerschweinchens an Vitamin C zu decken. An zweiter Stelle stehen einige Blättergemüse wie Kräuter: Petersilie, Brunnenkresse, Sauerampfer, Koriander und Kerbel sind eine hervorragende Quelle für die tägliche Vitamin-C-Versorgung von Meerschweinchen.  Auch andere Gemüsesorten, wie Römersalat, Spargel oder Gurken sind relativ reich an Vitamin C.

Interessant sind auch einige Gemüsesorten, die weniger gut verdaulich sind und daher in kleinen Mengen gegeben werden sollten, wie z. B. Tomaten und Brokkoli. Kohlsorten (Grünkohl, Chinakohl, Weißkohl) haben ebenfalls einen hohen Vitamin-C-Gehalt, sollten aber wegen der Gefahr von Blähungen und Magen-Darm-Problemen nur in moderater Menge gegeben werden.
Schließlich Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzel, Apfelkohl, Rüben, rote Bete oder Rettich können in moderater Menge gegeben werden. Sie enthalten aber viel Zucker. Diese Wurzeln sind der Teil der Pflanze, der es ihr erlaubt, ihre Reserven zu speichern.

Paprika, Römersalate und Kräuter sollten täglich gegeben werden

Nahrungsergänzungsmittel

Auf dem Markt gibt es Nahrungsergänzungsmittel zur Vitamin-C-Supplementierung in fester Form: als aromatisierte Tabletten oder in extrudierter Pellets. Diese sind für die regelmäßige Verabreichung an alle Meerschweinchen bestens geeignet.
 
Flüssige Vitamin-C-Präparate zur Zugabe ins Trinkwasser sind im Handel erhältlich, werden aber generell nicht empfohlen. Meerschweinchen sind sehr wählerische Fresser und trinken das Wasser möglicherweise nicht mehr, sobald der Zusatzstoff hinzugefügt wurde. Zudem wird Vitamin C durch Sonnenlicht schnell abgebaut. Im Krankheitsfall ist es am besten, diese flüssigen Präparate in der vom Tierarzt verordneten Dosis direkt in den Mund zu geben.

Vitamin C Mangel

Vitamin C Mangel, auch bekannt als Hypovitaminose C oder Skorbut, beeinträchtigt das Bindegewebe des Körpers und führt zu einer Vielzahl von klinischen Symptomen, wie z.B. raues Fell, Nahrungsverweigerung, Anzeichen von Schmerzen, Bewegungsunlust, geschwollene Gelenke, Durchfall und Wunden oder Geschwüre auf der Haut oder am Zahnfleisch. Hypovitaminose C wirkt sich auch auf das Immunsystem aus und macht mangelhafte Meerschweinchen anfälliger für andere Krankheiten, wie bakterielle Lungenentzündungen und Hautinfektionen, z. B. durch Pilze.

Trotzdem eine kleine Anmerkung dazu

Es ist wichtig zu betonen, dass jede Ernährungsumstellung eines Meerschweinchens sehr schrittweise (über 1-2 Wochen) erfolgen sollte. Diese Tiere sind dafür bekannt, Magen-Darm-Probleme oder Nahrungsmittelaversionen zu entwickeln.